Files
intranet/README.md

544 lines
14 KiB
Markdown

# Intranet lokal aufsetzen
# 0. Git installieren und Repository klonen
Bevor das Intranet lokal eingerichtet werden kann, muss Git installiert und das Repository heruntergeladen werden.
## Windows
Git for Windows kann direkt über `winget` installiert werden:
```powershell
winget install --id Git.Git -e --source winget
```
Alternativ kann **Git for Windows** über https://git-scm.com/install/windows heruntergeladen und installiert werden.
Nach der Installation PowerShell, Windows Terminal oder Git Bash neu öffnen und prüfen:
```bash
git --version
```
> Wird das Projekt anschließend mit Docker über WSL 2 verwendet, empfiehlt es sich, auch das Repository innerhalb des WSL-Dateisystems zu klonen, z. B. unter `~/src/intranet`.
### macOS
Falls Homebrew noch nicht installiert ist, die Installationsanleitung unter https://brew.sh/ verwenden.
Git über Homebrew installieren:
```bash
brew install git
```
Danach prüfen:
```bash
git --version
```
## Git konfigurieren
Beim ersten Einrichten den eigenen Namen und die E-Mail-Adresse für Commits hinterlegen:
```bash
git config --global user.name "Vorname Nachname"
git config --global user.email "name@example.com"
```
## Repository klonen
### macOS / Linux / WSL
```bash
cd ~/Documents
git clone https://git.pelpino.de/NAK-Reinickendorf/intranet.git
cd intranet
```
### Windows
```powershell
cd $HOME\Documents
git clone https://git.pelpino.de/NAK-Reinickendorf/intranet.git
cd intranet
```
Beim Klonen über HTTPS können Benutzername und Personal Access Token abgefragt werden. Als Passwort wird in diesem Fall der **Token**, nicht das normale Account-Passwort verwendet.
## HTTPS-Zugangsdaten speichern
### macOS
```bash
git config --global credential.helper osxkeychain
```
Beim nächsten Zugriff einmal Benutzername und Token eingeben. Anschließend werden die Zugangsdaten im macOS-Schlüsselbund gespeichert.
### Windows
Git for Windows enthält den **Git Credential Manager**. Bei der ersten Authentifizierung können die Zugangsdaten darüber sicher gespeichert werden.
## Repository prüfen
```bash
git status
git remote -v
```
Das Remote Repository sollte auf folgende Adresse verweisen:
```text
https://git.pelpino.de/NAK-Reinickendorf/intranet.git
```
---
## 2. Docker installieren
### Windows + WSL 2 — empfohlen
PowerShell als Administrator:
```powershell
wsl --install -d Ubuntu-24.04
wsl --update
```
Windows neu starten und prüfen:
```powershell
wsl -l -v
```
Ubuntu muss mit **WSL-Version 2** laufen.
Falls `Ubuntu-24.04` über `wsl --install` nicht installiert werden kann, Ubuntu 24.04 alternativ über den Microsoft Store installieren.
Danach **Docker Desktop for Windows** installieren und das WSL-2-Backend verwenden.
In Docker Desktop:
```text
Settings → Resources → WSL Integration
```
Integration für Ubuntu aktivieren und in WSL testen:
```bash
docker --version
docker compose version
docker run --rm hello-world
```
Falls `docker run` mit
```text
permission denied while trying to connect to the docker API at unix:///var/run/docker.sock
```
abbricht, zunächst prüfen:
```bash
ls -l /var/run/docker.sock
id
getent group docker
```
Ist der Benutzer bereits Mitglied der Gruppe `docker`, die Gruppe aber bei `id` noch nicht aufgeführt, wurde die Gruppenmitgliedschaft von der aktuellen Shell noch nicht übernommen. Dann entweder:
```bash
newgrp docker
```
ausführen oder WSL vollständig neu starten. Dazu in PowerShell:
```powershell
wsl --shutdown
```
Danach Ubuntu erneut öffnen und `docker run --rm hello-world` wiederholen.
> Docker Engine nicht zusätzlich innerhalb von WSL installieren, wenn Docker Desktop verwendet wird.
>
> Für bessere Dateisystem-Performance das Repository möglichst im WSL-Dateisystem ablegen, z. B. `~/src/intranet`, nicht unter `/mnt/c/...`.
---
### Linux — Ubuntu 24.04 LTS
> **Wichtig für WSL-Nutzer:**
> Wenn Ubuntu unter Windows über WSL 2 läuft und Docker Desktop verwendet wird, **nicht** mit diesem Abschnitt weitermachen. Dieser Abschnitt ist nur für eigenständige Linux-Installationen vorgesehen.
**1. Konfliktierende Pakete entfernen**
```bash
sudo apt remove docker.io docker-compose docker-compose-v2 docker-doc docker-buildx podman-docker containerd runc
```
**2. Voraussetzungen installieren**
```bash
sudo apt update
sudo apt install ca-certificates curl -y
```
**3. Docker GPG-Key hinzufügen**
```bash
sudo install -m 0755 -d /etc/apt/keyrings
sudo curl -fsSL https://download.docker.com/linux/ubuntu/gpg \
-o /etc/apt/keyrings/docker.asc
sudo chmod a+r /etc/apt/keyrings/docker.asc
```
**4. Docker-Repository einrichten**
```bash
sudo tee /etc/apt/sources.list.d/docker.sources > /dev/null <<EOF2
Types: deb
URIs: https://download.docker.com/linux/ubuntu
Suites: $(. /etc/os-release && echo "${UBUNTU_CODENAME:-$VERSION_CODENAME}")
Components: stable
Architectures: $(dpkg --print-architecture)
Signed-By: /etc/apt/keyrings/docker.asc
EOF2
sudo apt update
```
**5. Docker Engine und Compose installieren**
```bash
sudo apt install docker-ce docker-ce-cli containerd.io docker-buildx-plugin docker-compose-plugin -y
```
**6. Docker aktivieren und testen**
```bash
sudo systemctl enable --now docker
sudo docker run --rm hello-world
docker compose version
```
**7. Optional: Docker ohne `sudo` verwenden**
```bash
sudo usermod -aG docker $USER
```
Danach ab- und wieder anmelden.
> **Debian 13:** Das Projekt funktioniert ebenfalls unter Debian. Dafür das Docker-Repository entsprechend auf `linux/debian` umstellen:
> https://docs.docker.com/engine/install/debian/
---
### macOS
1. **Docker Desktop for Mac** passend für Apple Silicon oder Intel installieren.
2. Docker Desktop starten.
3. Im Terminal testen:
```bash
docker --version
docker compose version
docker run --rm hello-world
```
Dokumentation:
https://docs.docker.com/desktop/setup/install/mac-install/
---
## 3. Lokale Docker-Konfiguration
Im Projektroot müssen folgende Dateien liegen:
```text
Dockerfile
docker-compose.yml
docker-compose.local.yml
web/
worker/
docker/
```
Die `docker-compose.local.yml` bildet die Anwendungsdienste der produktiven `docker-compose.yml` lokal ab und ergänzt die Datenbank. Lokal werden damit gestartet:
* `web`
* `scheduler`
* `db` (PostgreSQL 18 mit pgvector)
Das externe `dokploy-network` wird lokal nicht benötigt. Alle drei Container verwenden stattdessen das lokale Compose-Netzwerk `app`. `web` und `scheduler` greifen über `DB_HOST=db` direkt auf den lokalen PostgreSQL-Container zu.
Der Web-Container ist unter `127.0.0.1:8080` erreichbar. PostgreSQL wird für pgAdmin unter `127.0.0.1:5432` freigegeben.
Für die Datenbank wird das Image `pgvector/pgvector:pg18` verwendet, weil der Produktiv-Dump die PostgreSQL-Erweiterung `vector` benötigt. PostgreSQL 18 verwendet für persistente Daten den Mount-Punkt:
```text
/var/lib/postgresql
```
Nicht verwenden:
```text
/var/lib/postgresql/data
```
Durch den Bind-Mount
```text
./web → /var/www/html
```
werden Änderungen an PHP, CSS und JavaScript ohne erneuten Image-Build sichtbar. Laufzeitdaten wie Profilbilder, Aushänge, Scheduler-Zustand und generierte Kalenderdateien liegen weiterhin in lokalen Docker-Volumes.
---
## 4. Environment-Variablen anlegen
Im Projektroot eine `.env` anlegen. Werte, die lokal nicht benötigt oder noch nicht bekannt sind, bleiben leer.
```dotenv
# PostgreSQL
DB_HOST=
DB_PORT=5432
DB_NAME=intranet
DB_USER=intranet
DB_PASSWORD=local-dev-password
# Intranet
INTRANET_FQDN=localhost:8080
# SMTP / Benachrichtigungen
SMTP_HOST=
SMTP_PORT=
SMTP_USER=
SMTP_PASSWORD=
ADMIN_EMAIL=
SMS_GATEWAY_URL=
# Dashboard / externe APIs
HA_BASE_URL=
HA_TOKEN=
OPENWEATHER_API_KEY=
VBB_ACCESS_ID=
VBB_API_BASE_URL=https://vbb.demo.hafas.cloud/api/fahrinfo/latest
# Contentpanel / Aushang-Formatüberführung
OLLAMA_GATEWAY_URL=https://ollama.pelpino.de
OLLAMA_API_KEY=
OLLAMA_AUTH_HEADER=Authorization
OLLAMA_MODEL=qwen3.8:27b
OLLAMA_API_STYLE=openai
OLLAMA_TIMEOUT_SECONDS=600
CONTENTPANEL_JOB_TIMEOUT_SECONDS=3600
OLLAMA_MAX_INPUT_CHARS=45000
OLLAMA_CONTEXT_LENGTH=32768
CONTENTPANEL_MAX_INPUT_PAGES=10
CONTENTPANEL_MAX_RENDERED_PAGES=10
CONTENTPANEL_RENDER_SCALE=3
# CKalender / Scheduler
CKAL_USERNAME=
CKAL_PASSWORD=
CKAL_CALENDAR_URL=
CALENDAR_INTERVAL_SECONDS=60
# Strato-Synchronisation
STRATO_SYNC_ENABLED=false
STRATO_SSH_HOST=
STRATO_SSH_PORT=
STRATO_SSH_USER=
STRATO_REMOTE_PATH=
STRATO_SSH_PRIVATE_KEY=
STRATO_KNOWN_HOSTS=
# Brandschutz
BRANDSCHUTZ_MAIL_ENABLED=false
```
Funktionen, die einen externen Dienst benötigen, funktionieren erst, wenn die zugehörigen Werte gesetzt sind.
> Lokal sollte möglichst dieselbe PostgreSQL-Major-Version wie in Produktion verwendet werden. Wir verwenden **PostgreSQL 18**.
---
## 5. Produktivdatenbank mit pgAdmin sichern
In pgAdmin:
1. Produktivserver öffnen.
2. Unter **Databases** die Intranet-Datenbank rechtsklicken.
3. **Backup…** auswählen.
4. Datei außerhalb des Repositorys speichern, z. B. `intranet.dump`.
5. **Format: Custom** wählen.
6. Unter **Data Options → Do not save**:
* **Owner: Yes**
* **Privileges: Yes**
7. **Include CREATE DATABASE statement: No** lassen.
8. **Backup** starten.
9. Läuft pgAdmin im Browser auf einem entfernten Server, kann die Backup-Datei anschließend über **Tools → Storage Manager** heruntergeladen werden.
> Der Dump enthält Produktivdaten. Nicht committen, weitergeben oder in ungeschützten Cloud-Ordnern speichern.
---
## 6. Lokale Datenbank starten
Im Projektroot:
```bash
docker compose -f docker-compose.local.yml up -d db
```
Status prüfen:
```bash
docker compose -f docker-compose.local.yml ps
```
Der Datenbank-Container sollte nach einigen Sekunden den Status `healthy` anzeigen.
---
## 7. Dump mit pgAdmin importieren
### pgAdmin 4 installieren
Falls pgAdmin 4 noch nicht installiert ist, kann es lokal als Desktop-Anwendung installiert werden.
* **Windows:** pgAdmin-Installer herunterladen und ausführen.
* **macOS:** pgAdmin-Disk-Image herunterladen, öffnen und die Anwendung installieren.
* **Ubuntu/Linux:** pgAdmin kann über das offizielle APT-Repository installiert werden; für die lokale Nutzung reicht `pgadmin4-desktop`.
Die Installationspakete und Anleitungen sind unter https://www.pgadmin.org/download/ verfügbar.
In pgAdmin einen neuen Server registrieren:
```text
Host: localhost
Port: 5432
Maintenance database: intranet
Username: intranet
Password: local-dev-password
```
Die Werte müssen den Angaben in `.env` entsprechen.
Danach:
1. Lokale Datenbank `intranet` rechtsklicken.
2. **Restore…** auswählen.
3. **Format: Custom or tar** wählen.
4. `intranet.dump` auswählen.
5. Unter **Data Options → Do not save**:
* **Owner: Yes**
* **Privileges: Yes**
6. **Include CREATE DATABASE statement: No**.
7. **Clean before restore: No** beim ersten Import.
8. **Restore** starten.
> **Hinweis:** Soll die lokale Datenbank später vollständig durch einen neuen Dump ersetzt werden, kann das lokale Setup zurückgesetzt werden: `docker compose -f docker-compose.local.yml down -v`,
`docker compose -f docker-compose.local.yml up -d db`. Danach den Dump erneut importieren.
> **Achtung:** `down -v` löscht nicht nur PostgreSQL, sondern auch alle übrigen lokalen Intranet-Volumes, z. B. Profilbilder, Aushänge und andere Laufzeitdaten. Nur verwenden, wenn diese Daten bewusst verworfen werden sollen.
---
## 8. Intranet starten
```bash
docker compose -f docker-compose.local.yml up -d --build
```
Status prüfen:
```bash
docker compose -f docker-compose.local.yml ps
```
Aufrufen:
http://localhost:8080
Die Benutzer aus dem importierten Dump können anschließend für den Login verwendet werden.
Die lokale Compose-Datei setzt `session.cookie_secure=0`, da lokal HTTP statt HTTPS verwendet wird.
---
## Entwicklung
### Nach einem Neustart starten
Nach einem Neustart von Windows oder macOS zuerst **Docker Desktop** starten und warten, bis Docker bereit ist.
Unter einer eigenständigen Linux-Installation sicherstellen, dass der Docker-Dienst läuft.
Danach im Projektroot die lokalen Container starten:
```bash
docker compose -f docker-compose.local.yml up -d
```
Falls sich das `Dockerfile` seit dem letzten Start geändert hat oder die Images neu gebaut werden sollen:
```bash
docker compose -f docker-compose.local.yml up -d --build
```
Anschließend kann das Intranet wieder unter http://localhost:8080 aufgerufen werden.
### Status prüfen
```bash
docker compose -f docker-compose.local.yml ps
```
### Web-Logs anzeigen
```bash
docker compose -f docker-compose.local.yml logs -f web
```
### Datenbank-Logs anzeigen
```bash
docker compose -f docker-compose.local.yml logs -f db
```
### Änderungen an PHP, CSS und JavaScript
Änderungen unter `web/` werden durch den Bind-Mount direkt in den laufenden Container übernommen. Ein Rebuild ist normalerweise nicht notwendig. Nach dem Speichern reicht in der Regel ein Reload im Browser.
### Änderungen am Dockerfile
Nach Änderungen am `Dockerfile` neu bauen:
```bash
docker compose -f docker-compose.local.yml up -d --build
```
### Stoppen
```bash
docker compose -f docker-compose.local.yml down
```
Die Docker-Volumes bleiben dabei erhalten.
### Komplett zurücksetzen
```bash
docker compose -f docker-compose.local.yml down -v
```
> **Achtung:** Dabei werden alle lokalen Docker-Volumes des Projekts gelöscht, einschließlich der lokalen PostgreSQL-Datenbank.